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Santiago de Compostela – Negreira
(22 km)

Ich habe einfach saugut geschlafen und gönne mir heute früh extra Zeit zum Relaxen, denn es regnet ohnehin stark runter. Für Galicien nach den ganzen Waldbränden der letzten Tage ein Segen! Also soll es regnen, was geht. Um 8:20 Uhr habe ich dann genug geruht und bin schnell und zwischenzeitlich sehr routiniert mit allem fertig. Kurz nach 9 Uhr verlasse ich das wunderbare Appartement. Wer weiß, vielleicht kehre ich nächste Woche wieder hier ein.

Wie ich Santiago verlasse, ist alles in Dunst eingehüllt. Es ist dampfig und regnet längst nicht mehr und ist tatsächlich wärmer als gedacht.
So zeigt sich beim Verlassen Richtung Küste nun die Stadt von seiner mystischen Seite.

Mystisch aus dem Dunst emporragend: die Türme der Kathedrale von Santiago.

Der Weg verläuft wieder durch duftende Eukalyptuswälder. Mir erscheinen die Wälder märchenhaft, wie Zauberwald. Alles wirkt wie eine Illusion, surreal. Leider kann das ein Foto kaum einfangen…


Erneut passiere ich schöne Orte.

Leider ist mein Ziel, Negreira, alles andere als lauschig. Ich entscheide mich daher, in der öffentlichen Herberge ca. 1 km außerhalb abzusteigen.
In dem 8 Betten großen Schlafsaal – zwischenzeitlich voll belegt – sind neben mir ein älterer, brummeliger Herr, ein stiller Pilger, zwei Asiaten, zwei noch unbekannte Pilger und Sylvie, eine quirlige Kanadierin von 54 Jahren, untergebracht.
Letztere erzählt mir gleich ihre ganze Camino-Geschichte (sie ist schon über 1500 km unterwegs) und bemerkt, nachdem ich mir diese mehrfach selbst massiert habe, meine Schulterverspannung. Kurzerhand erklärt sie, sie würde sich der Sache mal annehmen, sie habe nämlich das große Glück, ihre große Leidenschaft zum Beruf zu haben: sie ist Masseurin. Sie schickt der Himmel? und daher nehme ich ihr Angebot dankbar an.
Der Camino hält jeden Tag Neues für mich bereit…

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