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Apúlia – Viana do Castelo
(ca. 31 km)

Die Nacht war glücklicherweise besser, das Bett zwar durchgelegen, dafür tat mein Becken nicht weh. So bin ich halbwegs ausgeruht und starte um 8:20 Uhr beschwingt in den Tag.

Das Wetter hat sich verändert. Es ist bewölkt, dabei allerdings wärmer als gestern. Der Weg ist ebenso anders und folgt heute nicht mehr ausschließlich den Holzstegen und ebensowenig an der Küste entlang. Nur ein kurzer Abschnitt ist analog gestern. Ansonsten führt mich der Weg durch kleinere Ortschaften und viel durch den von mir so geliebten Wald. Pinien-, Kiefernwälder wechseln mit Eukalyptus und Farn. Einfach herrlich.

Brücke in Fão.

Heute sehe ich viele Wegsymbole, die mir neben den Wegweisern (Muschel und gelbe Pfeile) veranschaulichen, auf welchem Weg ich unterwegs bin:

Der letzte Satz scheint dabei Menschen wie mich zu meinen: „einmal Pilger, immer Pilger“. Ja, so ist es wohl…

Man erfreut sich hier offenbar an uns Pilgern.
Aber gleich so, dass man mir (oder uns?) den roten Teppich ausrollt…? ??

Auf jeden Fall fühle ich mich so doch ziemlich willkommen in Esposende.?

Dazwischen gibt es dann auch wieder Holzpfade, so neu, dass sie noch nicht als mögliche Camino-Variante ausgezeichnet sind.

Ich durchquere Belinho…

…und erreiche dahinter wieder wildromantische Wälder.

Der Weg ist ein Traum, weshalb ich ein Bild nach dem anderen schieße.

Ich erreiche Neiva und gleich danach Chafé.
Hier mache ich das letzte Mal Halt. Die verbleibenden 7 Kilometer laufe ich dann zügig durch.

Das einzige, was heute zuweilen schwierig zu erlaufen war, ist das mittelalterliche Kopfsteinpflaster wie hier in Anha kurz vor Viana do Castelo. Die Steine sind vermutlich aufgrund ihres Alters sehr unregelmäßig in den Untergrund eingesackt, weshalb das Gehen darauf einige Schwierigkeiten bereitet. Achtsamkeit ist gefragt, sonst liegt man schneller auf der Nase, als man bis 3 zählen kann.

Und dann liegt um kurz nach 17 Uhr Viana do Castelo vor mir:

Doch zuvor gilt es noch eine lange Brücke zu überqueren.

Meine Unterkunft liegt direkt am Fluss Lima:

Mein Blick aus dem Zimmer.

Die Zimmereinrichtung ist dabei eher old-fashioned und hält damit nicht, was Ausblick und die sonst eher moderne Einrichtung verspricht.

Und trotzdem schön, mal wieder Privatsphäre zu genießen. Frühstück ist dabei inklusive, allerdings gibt es das erst ab 8:30 Uhr. Für mich späten Pilger ja kein Problem☺️

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