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Campañó – Armenteira
(ca. 15 km)

Die kurze Strecke kommt mir heute viel länger vor. Eigentlich nicht, weil sie so anstrengend war. Im Gegenteil: sie war ganz nach meinem Geschmack. Viel Abwechslung, auf und ab, viel Gehen im Wald und ganz viel mit mir alleine. Ich bin spät gestartet. Als ich endlich wieder auf dem Weg unterwegs bin, ist es bereits kurz vor 10 Uhr. Und da ich nur im ersten Teil meiner Etappe mitunter auch durch Ortschaften gehe und es zwischendurch ordentlich schüttet, mache ich tatsächlich auch nur eine Pause. Auf den letzten 8 Kilometern ist keine Möglichkeit mehr da. Dennoch ist das Programm Tag füllend, auch wenn ich bereits um 14:45 Uhr am Zielort ankomme. Da das Kloster seine Pforten erst wieder im 16:30 Uhr öffnet, verbringe ich die Zeit in einer nahen Bar bei Pizza und Tinto de verano. Ja, gesund essen sieht anders aus. Spaniens Küche bietet diesbezüglich nicht viel Abwechslung. Und mir hängt das ewig gleiche dann auch schon zum Hals heraus, um ehrlich zu sein….

Ein neuer Tag erwacht: Blick aus meinem Hotelzimmer. Die Sonne lässt sich zur Abwechslung auch mal wieder blicken ☀️ das lässt mich noch etwas schneller als sonst meine Sachen packen, möchte schließlich jede Sekunde ausnutzen, die sie heute scheint☺️

Fix bin ich fertig für den Tag. Im Übrigen habe ich das „Steinchen im Schuh“-Problem mit Gamaschen aus Feinstrümpfen behoben. Nicht sexy, aber seeeeehr effektiv😉

Im Morgen Nebel verhangen: mystische Wälder.

Das erste Kloster des Tages ist erreicht, el Monasterio de San Xoán in Poio.

Mal wieder Wasserberührung, naja, wenn gerade nicht Ebbe wäre.

Nun ja, dafür habe ich genug Wasserberührung von oben. Es gibt für ca. 1 Stunde, was der Himmel herzugeben hat. Kaum denke ich das, regnet es gleich noch heftiger, so als würde mir jemand zeigen wollen, dass noch wesentlich mehr geht😆

Eine Regenpause macht es möglich, mal wieder hübsche Fotos zu schießen.

Noch vor 1,5 h und ca. 300 hm tiefer war ich dort unten und habe die Uferpromenade fotografiert.

Der Weg durch die Wälder ist dafür ganz nach mein Geschmack. Kann mich nicht satt sehen und tauche völlig in diese Welt ein…

Ein Traumbild, nicht wahr? So rotbraun habe ich das Farn noch nie gesehen.

🙂

Und dann bin ich da, im Monasterio de Santa María in Armenteira:

Abendstimmung.

Der Trakt, in dem sich die Gästezimmer befinden, mutet nicht nach Kloster an. Außer die dicken Mauern, die zum Teil sichtbar sind, erinnern daran.

Katja Härle