#13-14 – Druck raus

von Katja Härle

6. August 2021

Ich spüre in den Wochen 13 und 14 deutlich, dass ich unbedingt Druck rausnehmen muss.

Nachdem ich endlich meine Kostenschätzung in den Händen hielt, wartete ich schon auf das nächste Ereignis: einen Termin zur Detail-Besprechung und zum Kostenstreichen und ich wollte konkrete nächste Schritte erfragen und vereinbaren und …. und … und….

Ja, und! Und dann kam die Realität. Wieder einmal. Die Nachricht, dass die Holzbaufirma nun erstmal vom 2.-20.08.21 im Sommerurlaub sei, hat mich in Rage versetzt. Wieder soll es nicht weitergehen. Wieder kam es anders, wie vereinbart. Oder zumindest, wie ich es verstanden haben will. Denn, ich hatte bereits in unserem letzten Termin das Thema Sommerabsenz abgefragt und damals kam die Antwort, dass sie 3 Wochen im August in Urlaub seien, aber ich solle mir keine Sorgen machen, sie wären da. Ich habe damals nicht genau nachgefragt, was das heißt und offenbar antizipiert, dass das dann wohl bedeute, dass es keinerlei Einfluss auf die Terminvereinbarungen und Arbeiten haben würde. Pustekuchen, wie sich herausstellte. Nur, ob ich es missverstanden oder falsch interpretiert habe, ob die Geschäftsführerin schlicht ihre Meinung geändert hatte, oder ob ob ob ….. ich weiß es nicht. Und ich merke, es ist auch nicht von Belang. Spannend war, dass sofort ein anderer Gedanke da war, der zusätzlich meinen Ärger anfachte: was soll ich denn nun wieder 3 Wochen lang berichten, hier und auf YouTube? Sollte ich denn wieder 3 Wochen lang sagen, wie genervt ich bin, und dass ich erkenne, dass dies nur von meinen Erwartungen und den folgenden Enttäuschungen käme? Nein. Das Learning ist wohl ein anderes: Wer sagt denn, dass ich das muss? Wer sagt denn, dass es genauso laufen muss, wie ich es mir denke, erhoffe, wünsche? Eben. Niemand. Nur ich. Und ich sage das nun schon seit Wochen. Meine Erwartungen sind das Problem. Sonst nichts. Wann ziehe ich denn dann endlich mal die entsprechenden Schlüsse?

Jetzt!
Jetzt scheine ich endlich bereit und fähig zu erkennen, was zu tun ist. Nämlich: Druck rausnehmen. Aus mir, aus dem Projekt, aus der Frequenz zu posten, aus der Geschäftsbeziehung zur Holzbaufirma, einfach aus allem.
Das heißt, ich habe mich davon befreit, jedoch Woche über Updates und Verlauf meines Projektes zu berichten. Ich berichte nun, wann und wenn es aus meiner Sicht etwas zu berichten gibt. Das kann dann erst wieder in einem Monat sein, mal nach 6 Wochen, vielleicht auch mal 2mal in einer Woche. Ganz so, wie es kommt und mir passt. Anfänglich war das wöchentliche Posten gut gemeint, weil als Motivation und Disziplinierung meiner selbst. Das hat auch geklappt und war gut so. Aber zusehends entwickelte es sich zu etwas, dass mir Druck machte. Eben gerade dann, wenn es nichts Konkretes zu berichten gab. Zumindest, wenn ich das so empfand.
Und ähnlich mache ich das nun auch mit dem gesamten Projekt. Ich bleibe dran und verfolge mein Ziel weiter, aber ich lasse dem Leben den Raum, den es sich ohnehin nimmt. Was bedeuten schon ein paar Wochen? Nun, ich möchte natürlich lieber früher als später in mein Eigenheim ziehen. Nur der Weg dorthin soll nicht zum Spießrutenlauf werden, der mich immer wieder in eine Situation führt, die mir nicht gut tun kann. Ja, mir fehlt meine Home base, mein Nest, ein Zuhause, das mein ist und wo ich tun und lassen kann, was ich will. Seit gut 1,5 Jahre bin ich nun schon Gast; Gast bei einer Freundin, Gast bei meinen Eltern. Das erste Mal in meinem Leben gibt es keinen Ort, an dem „mein“ Bett steht. Das ist kein besonders schöner Zustand. Vielleicht aber gerade für mich bindungszögerliche, unabhängige und freiheitsliebende Frau wichtig. Mein Mutter meinte ja schon immer, ich hätte Zigeunerblut in mir. Ja, vielleicht spüre ich genau jetzt das erste Mal, wie schön es ist, ein Zuhause zu haben. Jetzt, da ich es nicht habe, kann ich erfahren, was es für mich bedeutet, ein eigenes Zuhause zu haben. Und so kann ich es später besser schätzen und würdigen. Das gilt übrigens, mal so nebenbei, nicht nur für mein Eigenheim und Zuhause…
Und dennoch konnte ich auch gerade letzte Woche sehen, nachdem wieder einmal die Sorge aufflammte, ich könne doch noch durch einen anderen Anwärter ersetzt werden, der dann „mein“ Tiny-Haus bezieht, dass ich es loslassen kann. Denn, wenn es nicht sein soll, wenn dieses Haus nicht für mich gedacht ist, dann kommt es auch so und dann soll es auch so sein. Dann kommt eben etwas anderes. Und wenn das Tiny-Haus dort meines werden soll, dann kommt es auch, ohne dass ich Druck ausübe.

Also lasse ich jetzt mal los, d.h. ich lasse die Zügel los. Ich gehe Schritt für Schritt, klar und freundlich, aber ohne Druck und ohne Zerren.

Ein „kleine“ Aufgabe, aber ich spüre, dass sie elementar wichtig ist, nicht nur für dieses Projekt sondern ganz grundsätzlich für’s Leben.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gelassene Zeit. Wir hören und sehen uns wieder. Abonniert gerne auf YouTube meinen Kanal und/ oder tragt euch in meinen Newsletter ein und erfahrt so, wenn ich wieder etwas gepostet habe. Ansonsten, schaut einfach von Zeit zu Zeit rein. Updates kommen bestimmt – in welcher Weise auch immer 😉

Meinen dazugehörigen Video-Beitrag findest du hier.
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