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Monreal – Puente la Reina
(ca. 23 km zu Fuß; 7 km mit Taxi)

Wieder ein Novum: ich bin ein Stück des Caminos mit dem Taxi gefahren. Das letzte Stück von 7 km war ich nicht mehr gewillt zu gehen. Die nächste Herberge wären 5 km gewesen – das machte es nicht besser.

Die ersten 13 km waren derart anstrengend, dass ich eigentlich schon in Tiebas stoppen und für die Nacht eine Herberge aufsuchen will. Und dann das:

Bis auf Weiteres geschlossen. Und ansonsten gibt es hier nichts, auch nicht in den nächsten Ortschaften, wenn man mal von einem Apartment für 3-4 Personen für 75 Euro absieht. Das ist mir dann doch zu viel. Da greife ich lieber auf das Angebot der Barbesitzerin von Tiebas zurück, die auf meine Nachfrage, ob es denn eine andere Übernachtungsmöglichkeit im Ort gäbe, mir ein Taxi rufen will. Allerdings mache ich das dann erst ca. 10 km und rund 3 Stunde später.

Aber wieso waren denn die 13 ersten Kilometer so herausfordernd?
Es hatte über Nacht aus Kübeln gegossen. Der Weg ist dermaßen schlammig und matschig, dass ich nur so über den Weg schlittere, trotz Stöcke, zumal begleitet von einem stetigen Auf und Ab.

Und dann fühlen sich meine Boots immer wieder wie ein Kilo schwerer an, weil die Pampe an meinen Sohlen kleben bleibt:

Also komme ich etwas abgekämpft – jaaaaa, und zugegeben auch ganz schön genervt – in Tiebas an. Denn der Weg hat es auf diesen Kilometern nicht nur schlammmäßig in sich. Nein, die Spanier lassen den auch zudem ganz schön zuwuchern. Und ich habe meine Machete nicht dabei ??

Seht ihr da noch einen Weg? Maximal zu erahnen…

Also warum nehme ich dann nicht gleich das Taxi und laufe weiter? Gute Frage! Hoffnung. Hoffnung darauf, dass es jetzt besser geht und ich mir ja ganz viel Zeit lassen kann. Der Weg wurde auch besser und auch wenn es anders aussieht, es hielt den ganzen Tag von oben dicht, kein Regen mehr:

Nur nach weiteren 10 Kilometern war dann in Enériz der Ofen endgültig aus. Kopfschmerzen gesellten sich zu einem etwas überanstrengten rechten Wadenmuskel, so dass ich entschied, das Taxi muss her. Die 12 Euro bis Puente la Reina waren es mir absolut wert und die Taxifahrerin eine ganz außergewöhnlich nette Spanierin.

So bin ich nun – ganz unprätentiös ? – mit dem Taxi vor der Herberge vorgefahren. Die glotzten nicht schlecht. Tja, ich falle ja gerne mal aus dem Rahmen ?

Morgen geht es nach Pamplona. Schließlich geht ab dort am Sonntag mein Flug. Ob ich die Strecke laufe….?!? Mal sehen, was der morgige Tag bringt. Scheint ja vieles dieses Mal anders zu laufen…

Camino-Weghinweiser:

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